filmprojekt eva reich


Im Rahmen einer Filmrecherche zum Thema Geburten lernte ich in Bremen Thomas Harms kennen. Er ist der Leiter der Schreiambulanz im www.reich-in-bremen.de Institut für Reichianische Körpertherapie in Bremen. Ich war sehr beeindruckt von seiner Arbeit mit Säuglingen und wurde Zeugin davon, wie sich die Babies bei der Schmetterlingsmassage entspannten. Durch ihn erfuhr ich von der Arbeit Eva Reichs, von der er gelernt hat.

Ein Jahr später begleitete ich Thomas Harms nach Maine zu einem privaten Besuch bei Eva Reich. Eva war sehr zögerlich, aus ihrem Leben zu erzählen, da sich ihre Arbeit aus ganz persönlichen Erfahrungen und Leiden entwickelt hat. Doch nach zwei Tagen sagte sie, du darfst filmen, weil du verstehst. Das war ein Geschenk für mich und ich zeichnete die ersten Gespräche von Eva mit Thomas Harms und Silja Wendelstadt aus Rom mit meiner kleinen digitalen Kamera auf.

Ich war sehr bewegt von ihrer Geschichte und fasziniert von ihrer Art, sehr lebendig und in Bildern zu erzählen. Zurück in Deutschland beschloß ich, Gelder für ein Film-Portrait über Eva zu beantragen. Dank der kulturellen Filmförderung durch den Bremer Senat 1999 ist es mir gelungen, Evas letzten öffentlichen Auftritt in Travemünde auf dem Europäischen Kongreß für Bioenergetik aufzunehmen.
Im Anschluß flogen wir nach Maine und drehten 12 Stunden Interviews mit Eva sowie ihrer Stiefmutter Ilse Ollendorff.

Danach begann meine Odyssee durch alle Dokumentarfilmredaktionen in Deutschland, Österreich und Holland. Kein Redakteur hatte Interesse an einem Portrait über Eva Reich. Als wir im Dezember 2001 in Wien die frühen Orte der Familie Reich aufsuchten und drehten, kamen wir in Kontakt mit Wiener Therapeuten und gemeinsam auf die Idee, dieses Portrait mit der Unterstützung durch die Fachöffentlichkeit zu verwirklichen. Dazu verteilten wir Flyer auf dem Embryologie-Kongress in Nijmegen Anfang Mai, auf dem Geburtstagskongress Gerda Boysen in Freiburg an Pfingsten und im Juli wollen wir in Wien auf dem 3.-Welt-Kongress für Psychotherapie für das Projekt werben.

Im Dezember 2001 und im Januar 2002 erlitt Eva Reich zwei Schlaganfälle und lebte seitdem im Rollstuhl in ihrem Haus, betreut von ihrer Tochter und mehreren Pflegekräften.

Eva Reich ist am 11. August 2008 auf ihrer Farm in den Armen ihrer Tochter verstorben.


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